Wärend der Schwangerschaft ändern sich die Essensgewohnheiten oft und können zwischen Gelüsten und Ekel schwanken. In dieser Zeit ist es wichtig, die Ernährung nicht mengenmässig für zwei, sondern qualitativ hochwertig für «neun Monate zu zweit» zu planen. Erst ab dem 4. Monat ist der Kalorienbedarf leicht erhöht.
Ernährung in der Schwangerschaft
Mit der Schwangerschaft und während der Stillzeit gewinnt die Ernährung jene Bedeutung, die sie immer haben sollte. Warum ist Essen und Trinken plötzlich so wichtig?
Gesunde und ausgewogene Ernährung ist für das Wohlbefinden zentral, auch oder besonders während der Schwangerschaft. Aber: Was ist «gesund»? Darüber gibt es ebenso viele Meinungen wie Fachbücher und -beiträge.
Gesund ist, was gut tut…
Allgemein wird heute als richtig erkannt, dass eine schwangere Frau auf keinen Fall «für zwei essen» und trinken muss oder soll – es geht in erster Linie um Qualität und keinesfalls um Quantität. Trotzdem: Der tägliche Kalorienbedarf wächst in der zweiten Schwangerschaftshälfte um ca. 250 – 300 kcal. auf durchschnittlich etwa 2500 kcal pro Tag.
Der Eiweissbedarf steigt in der Schwangerschaft erheblich, was angesichts der in der Schweiz üblichen Ernährung aber kein Problem darstellt. Denn an magerem Fleisch, Milch, Eiern, Käse, Fisch, Joghurt, Quark, Getreideprodukten, Nüssen und Kartoffeln herrscht ja beileibe keine Knappheit...
In allen diesen Produkten sind ausreichend Vitamine B1, B2, B6 und B12, Vitamin D, Eisen, Phosphor und Magnesium sowie die essentiellen Fett- und Aminosäuren vorhanden.
Was tun bei übermässigem Hunger?
Das veränderte Körpergefühl, die Vorbereitung auf eine völlig neue Lebensphase, die Fragen «schaffe ich das alles?», das Wechselbad zwischen Vorfreude und Ungewissheit kann sich auf die Essgewohnheiten auswirken. Wenn Hunger oder Gelüste übermässig gross werden:
- Öfters frisches Wasser, Früchtetee oder Mineralwasser trinken (insgesamt 1,5-2 Liter)
- Portionen auf mehrere kleine Mahlzeiten verteilen, gleichzeitig genügend trinken
- Süsswaren nicht herumliegen lassen
- Sich Zeit zum Essen nehmen und die Speisen mit Genuss lansam kauen
- Früchte sind die ideale Zwischenmahlzeit. Auf gezuckerte Esswaren möglichst verzichten, da zuviel Zucker die Ausschüttung von Insulin auslöst, um den Blutzucker zu senken, was Heisshungerattacken auslösen kann.
- Für Ablenkung sorgen und einem geliebten Hobby nachgehen
- Viel Bewegung im Alltag und regelmässig dem Zustand entsprechenden Sport treiben


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