Die körperlichen Symptome verstärken sich: Die Brüste werden grösser und stärker, im Unterleib manifestiert sich das beginnende Wachstum der Gebärmutter durch deutliches seitliches Ziehen der Bänder. Die Freude über die Schwangerschaft kann durch erhebliche Übelkeit vorübergehend getrübt sein. Sie werden leicht müde und reagieren empfindlich auf Gerüche. All dies ist die Folge der hormonellen Veränderung in Ihrem Körper.
Entwicklung:
Die Grösse Ihres Babys verdoppelt sich jede Woche. Seine Finger werden angelegt und beginnen einzeln Gestalt anzunehmen. Am Ende des 2. Monats sind alle Organe angelegt. Sicherlich, sie sind teilweise noch sehr winzig, aber sie haben noch 200 Tage Zeit, um sich fertig zu entwickeln und funktionsfähig zu werden.
RatschlÄge zum Alltag:
Vermeiden Sie den Konsum von rohem oder noch blutig gegartem Fleisch. Waschen Sie die Hände nach Berühren der Katzenkiste. All diese Massnahmen sind notwendig, um eine Toxoplasmose zu vermeiden. Diese weitverbreitete, an sich harmlose, grippenähnliche Infektionskrankheit kann in der Schwangerschaft den Fötus schädigen. Nehmen Sie bei Übelkeit die Mahlzeiten in 5 bis 6 kleinen Portionen in regelmässigen Abständen ein, das Frühstück eventuell liegend im Bett. Trinken Sie mindestens 1,5-2 l Wasser täglich.
Ärztliche Kontrollen:
Der Zweck Ihres ersten Arztbesuches ist die Bestätigung der Schwangerschaft und eine Kontrolle Ihrer Gesundheit. Eine Blutprobe wird zur Kontrolle Ihres Hämoglobinwertes (Eisen) sowie zum Nachweis eventueller Infektionskrankheiten und Immunität, wie Röteln, wilde Blattern, Toxoplasmose, Hepatitis B und eventuell Syphilis und HIV (AIDS) entnommen. Es wird eine gynäkologische Untersuchung vorgenommen mit Abstrich des Gebärmutterhalses und Untersuchung des Scheidensekretes auf Entzündungen. Die Grösse der Gebärmutter gibt Aufschluss über die bestehende Schwangerschaftsdauer. Blutdruck, Urin und Gewicht werden festgestellt und notiert.
Bei der Erstkontrolle, bzw. im 1.Schwangerschaftsdrittel, wird die erste Ultraschall-Untersuchung vorgenommen. Sie bestätigt das intakte Vorhandensein eines Embryos (oder von zwei...) und die genaue Dauer der Schwangerschaft. In manchen Fällen wird Ihr Arzt eine Terminkorrektur vornehmen müssen und Ihnen den erwarteten Geburtstermin mitteilen.
Man erkennt Arme und Beine und misst die Länge von Kopf bis Steiss zwecks Bestätigung der Schwangerschaftsdauer.
Man sieht die Bewegungen des Kindes. Dieser erste Sichtkontakt mit Ihrem Kind ist wunderbar; schauen Sie, dass Sie ihn zusammen mit Ihrem Partner erleben können.
Errechnen des Geburtstermins
Im Volksmund sagt man, eine Schwangerschaft daure 9 Monate. Tatsächlich beträgt sie (im Durchschnitt) 280 Tage. Dies entspricht 40 Wochen oder 10 Mondmonaten. Der Arzt berechnet das vorgesehene Geburtsdatum wie folgt:
Datum der letzten Menstruation minus 3 Monate plus 1 Woche. Bei Frauen mit sehr unregelmässigen Menstrualzyklen kann durch Ultraschalluntersuchung der exakte Termin bestimmt werden.
Allerdings ist das fixierte Datum nur ein Durchschnittswert. Geburten 2 Wochen vor oder nach Termin sind normal. Nur selten kommt ein Baby «pünktlich».
Schwangerschaftstests
Nach Einnistung des Eies in die Gebärmutter produziert jener Teil, der sich zur Nachgeburt entwickelt, ein bestimmtes Hormon. Dieses zirkuliert auch im mütterlichen Körper und wird durch den Urin ausgeschieden. Die Tests weisen dieses Schwangerschaftshormon nach. Die Sicherheit ist sehr gut.
2 bis 3 Tage nach Ausbleiben der Regelblutung zeigen die modernen Tests an, ob eine Frau schwanger ist.
Alarmzeichen:
Schmerzen im Unterbauch, die stark links oder rechts lokalisiert und von Blutverlust begleitet sind (Eileiterschwangerschaft?).