Vergiftungen

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Zehntausende von Anrufen gehen jedes Jahr im Tox-Zentrum in Zürich ein! Eine grosse Mehrheit betrifft Vergiftungsunfälle bei Kindern. Dank ausgezeichneter Information und einer gut organisierten, ärztlichen Betreuung in unserem Land, können die meisten Fälle rasch behandelt werden und hinterlassen meist mehr Schrecken als Schäden... Doch kommt es immer wieder vor, dass Vergiftungsfälle Kinder in kritische Situationen bringen, welche durch ein paar einfache Vorsichtsmassnahmen verhindert werden könnten...

Dies ist in erster Linie die Aufgabe der Eltern. Sobald ein Baby beginnt, sich in der Wohnung selbständig zu bewegen, sollten Sie mit ihm zusammen Ihre Wohnung auskundschaften. Was alles gilt es dabei zu suchen und aus der Reichweite des Kindes zu entfernen:

  • Putz-, Wasch- und Reinigungs­mittel, vor allem solche, die ein Gefahrensymbol enthalten
  • Medikamente gehören ausnahmslos verschlossen aufbewahrt. Überreste, die nicht mehr gebraucht werden, in die Apotheke zurückbringen
  • Zigaretten und Aschenbecher
  • Alkoholische Getränke, alko­hol­haltige Kosmetika (Köl­nisch­ Was­ser, Parfum, Rasierwasser) 
  • Duft- und Lampenöle
  • Zimmerpflanzen: Nur wenige sind ernst­haft giftig

Später, wenn das Kind sich im Bastelraum, in der Waschküche, im Keller, in der Garage und im Garten aufhält, muss auch in diesen Räumen für die nötige ­Sicherheit gesorgt werden.

Kleine Kinder stecken alles in den Mund!

 Kinder müssen erst lernen, zwischen essbaren und unbe­kömm­lichen Dingen zu unterscheiden. Vor allem Flaschen erscheinen ihnen in jedem Fall zunächst als etwas Gutes, wo­raus man trinken kann. Aber auch Medikamente in Form von Pillen und Tabletten ziehen sie an, besonders wenn sie dazu noch in bunten Farben leuchten. Daher müssen Kinder in den ersten drei bis vier Lebensjahren vor Giftunfällen geschützt werden.

Tipps zur Verhütung von Vergiftungen

  • Möglichst ungiftige Produkte (ohne Gefahrensymbol) kaufen
  • Chemikalien und Medikamente nicht in Reichweite von Kindern stehen lassen, sondern si­cher versorgen, am besten in ver­schlossenen Behältern
  • Chemikalien nicht in Getränke­fla­schen oder -Gläser umfüllen
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