Bei vielen Familien ist die ambulante Geburt die optimale Kombination zwischen Sicherheit und Geborgenheit: Für die Geburt wünschen sie sich die medizinisch-technische Betreuung des Spitales und für das Wochenbett die Intimität und die Geborgenheit des eigenen Heimes. Diese Erfahrung kann besonders schön sein. Allerdings muss durch gut organisierte Hilfe im Haushalt (Familienmitglieder oder Haushalthilfe) sichergestellt werden, dass die junge Mutter Ruhe und Erholung geniessen darf, um sich so auf ihr Kindlein konzentrieren zu können. Sind diese Voraussetzungen gegeben, kann sie je nach Gesundheitszustand 4 bis 6 Stunden nach der Geburt das Spital bereits wieder verlassen.
Die freischaffende Hebamme besucht die Familie in einer Zeitspanne von ungefähr zehn Tagen nach Bedarf täglich. Sie begleitet und berät die Mutter und ihre Familie: sie kontrolliert die Rückbildung der Gebärmutter, die Heilung der Dammverletzung und zeigt der Mutter gezielte Übungen zur Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur. Sie berät die Frau bei Stillfragen, führt sie in die Pflege des Kindes ein und macht die notwendigen Tests beim Kind. Sie beobachtet, ob das Neugeborene eine Gelbsucht entwickelt. Wenn Störungen auftreten, kann sie durch ihr Wissen und ihre Erfahrung entsprechend reagieren. So können Mutter, Vater und Geschwister schon die ersten Lebenstage mit ihrem neuen Familienmitglied verbringen. Die Mutter kann den Tagesablauf frei nach ihren Bedürfnissen und jenen des Neugeborenen gestalten.
Die werdende Mutter sollte am besten schon vor der Geburt ihre Hebamme kennen gelernt haben.
Die Kosten für die ambulante Geburt sowie die Wochenbettbetreuung (inkl. 3 Stillberatungen) werden von den Krankenkassen voll übernommen.


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