Notfälle

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Medizinische Notfälle bei Babys und Kleinkindern sind ein grosser Stress für Eltern und Kind. Eine rasche, gut koordinierte und adaptierte Betreuung ist deshalb unabdingbar. In der Schweiz ist die medizinische Versorgung sehr gut organisiert und die Notfall-Adressen für jedermann zugänglich (siehe letzte Seite des BabyGuide).

Bei Kindern sind Notfälle häufiger als bei Erwachsenen: 50% aller pädiatrischen Konsultationen sind Notfälle; die grosse Mehrheit der Notfälle sind nicht lebensbedrohlich. 

Einige Notfälle können es aber sein; dement­sprechend ist es wichtig, sie zu erkennen und sofort zu handeln.

Stellen Sie bei Ihrem Kind ein oder vielleicht mehrere alarmierende Zeichen fest, so müssen Sie sofort handeln. Meistens haben Sie aber genug Zeit, zuerst Ihren Kinder­arzt telefonisch zu konsultieren. Falls Sie keine fachlich kompetente Person erreichen, können Sie auch direkt ein Kinderspital anrufen und dort den diensttuenden Kinderarzt erreichen. Mit Hilfe der telefonischen Kon­sultation kann der Pädiater den Schwere­grad der Erkrankung oder des Unfalles feststellen und dement­sprechend entweder eine Konsultation in der Praxis anordnen oder aber den sofortigen Transport (eventuell sogar per Ambulanz) in das nächstgelegene Spital organisieren.

Handeln Sie, sonst tritt vielleicht ein Atemstillstand oder ein Kreis­laufstillstand schon zuhause auf. Falls es soweit kommen sollte (gefürchtet wird vor allem die Fremdkörperaspiration mit Verlegung der Atemwege) be­atmen Sie Ihr Kind Mund zu Mund (eventuell auch Herzmassage) und rufen Sie direkt die Sanitätsnotrufnummer 144 an.

Alarmierende Zeichen beim Kind, welche eine notfallmässige Beurteilung erfordern.

Es sind dies vor allem Zeichen, welche die lebenswichtigen Systeme betreffen wie Atmung, Kreislauf und Nervensystem.

Allgemein:
Hohes Fieber, über 39,5° C
Häufiges Erbrechen und/oder häufiger Durch­fall beim Säug­ling und Kleinkind

Atmung:
Atemhunger oder erschwerte Atembewegungen
Blaugraue Hautfarbe (Zyanose = Sauer­stoffmangel)

Kreislauf:
Kalte Hände oder Füsse
Blassgraue Haut­farbe
Schwitzen
Kind sieht «schlecht» aus

Bewusstsein:
Kind schläft mehr als sonst, nicht mehr nor­mal weckbar
Schlechter oder sogar fehlender Kontakt, d. h. Apathie
Konvulsionen (Krämpfe) oder merk­würdige Bewegungen

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