Ganz am Anfang der Schwangerschaft - ob das Kind gewünscht wurde oder nicht - und einmal abgesehen von verschiedenen Unannehmlichkeiten wie die Müdigkeit oder eine gewisse Sensibilität, gibt es nichts, was die Anwesenheit eines Kindes spüren liesse. Diese Zeit ist oft geprägt von Ambivalenz und dem Versuch, in Gefühlskontakt mit dem kleinen Wesen zu treten, dass sich so unbemerkt und still im Mutterleib eingenistet hat. Doch langsam wächst eine Beziehung, die sich wie ein wunderschönes Geheimnis langsam zwischen Mutter und Kind verwebt...
Vor der Geburt
Die Gewissheit, schwanger zu sein, erweckt bei der künftigen Mutter Freude und Stolz, aber auch gemischte Gefühle. Auf jeden Fall löst sie Überraschung aus, auch wenn sich die Eltern bewusst und ausdrücklich ein Kind wünschen.
Der Wunsch der Mutterschaft ist tief verwurzelt: Schon als Kind ist die junge Frau im Spiel oft in die Rolle einer Mutter geschlüpft, was ihre eigene Beziehung zu ihren Eltern widerspiegelt. Alte, längst verdrängte Konflikte sind damit verknüpft. Diese Gefühlsverbindungen mit der Vergangenheit kommen nun wieder zum Vorschein. Es ist, als ob sich eine tiefe Umgestaltung, wie zur Zeit der Pubertät, in Gang setzen würde. Die mit diesem Prozess zusammenhängenden Ängste übertragen sich auf das ungeborene Kind. Die Sorge um seine körperliche und geistige Gesundheit kann banal oder quälend sein. Zweifel, die sich im Verlaufe der vorgeburtlichen Untersuchungen äussern, können die Beunruhigung verstärken und manchmal ein vorübergehendes und unfreiwilliges Desinteresse an der Schwangerschaft auslösen.
Die künftige Mutter muss keinesfalls dem Bild der idealen, immer zufriedenen und vollständig glücklichen schwangeren Frau entsprechen. Besser ist es, sich Ängste einzugestehen und auch Gefühle der Mutlosigkeit zuzulassen. Wenn sich eine schwangere Frau sehr um ihren Zustand und ihr Kind sorgt, ist es sinnvoll, ein Gespräch mit dem Psychiater oder Psychotherapeuten zu vereinbaren.
Im zweiten Drittel der Schwangerschaft beginnt die Mutter, sich vorzustellen, wie ihr Kind nach der Geburt sein wird, und zwar unabhängig von einer Ultraschalluntersuchung oder Kenntnissen, welche sie über das frühzeitige Empfindungsvermögen des Fötus haben mag. Die positiven Gefühle zum ungeborenen Kind nehmen zu.


© bebe-bebe.com, Chemin de la Fauvette 98, 1012 Lausanne | Conception: