Für viele Paare ist die Suche nach einem schönen, gut klingenden Vornamen sehr wichtig und mit vielem Hin und Her verbunden. Was für eine Person wohlklingend tönt, stösst bei einer anderen auf klare Ablehnung! Erinnerungen an angenehme oder unangenehme Begegnungen prägen diese Vorlieben ganz direkt! Oft haben die Eltern deshalb auch nicht denselben Namenswunsch. Da könnte es doch ganz interessant sein, dem Kind beide Lieblingsnamen zu geben. So kann es später seinen Rufnamen gar selbst bestimmen...
Ein Vorname bedeutet..."ich liebe dich!"
Die Identität eines Menschen ist in erster Linie durch seinen Vornamen geprägt. Besonders während der Kindheit. In dieser wichtigen Zeit spielt der Familienname eher eine nebensächliche Rolle.
Der Vorname begleitet ein Mensch durch sein ganzes Leben und sollte deshalb allen Lebensetappen voll gerecht werden: Säuglings-, Kleinkind- und Schulzeit, Jugendzeit, Erwachsenenalter und Zeit der Pensionierung. Was für den Säugling oder das Kleinkind «herzig» tönt, kann Jugendliche abstossen und für Erwachsenene gar lächerlich sein.
«Vornamen» von Film-, Fernseh- und Musik-Stars sind meist Pseudonyme und haben die Tendenz, irgendwann – vor allem wenn der Star in «Ungnade» fällt – aus der Mode zu geraten. Vornamen berühmt-berüchtigter Persönlichkeiten können manchmal schwere Identitätsprobleme auslösen.
Die Eltern sind in der Wahl des Vornamens weitgehend frei. Der Zivilstandsbeamte ist allerdings nicht berechtigt, Namen einzutragen, die das Kind lächerlich machen oder Anstoss erregen können. Lässt der Vorname das Geschlecht des Kindes nicht erahnen, so muss ein entsprechender, zweiter Vorname hinzugefügt werden. Ein Kontakt mit dem Zivilstandsbeamten ist bei Unklarheiten sehr sinnvoll.
Dem Kind einen Namen geben: eine verantwortungsvolle Aufgabe, die aber auch Freude machen soll und durchaus von «sentimentalen» Vorlieben geprägt sein darf.
Meist hat sich der «Lieblingsname» im Kontakt mit einer uns lieben oder befreundeten Person gebildet. Und Namen, von ausgesprochen unangenehmen Personen sind uns oft mindestens ebenso unsympathisch…
Ein paar Anregungen:
- Vermeiden Sie Vornamen, die sich leicht verunstalten lassen; Kinder leiden unendlich, wenn sie von Kameraden gehänselt werden.
- Wortspiele: Heisst eine Familie z.B. Peterhans, tut sie gut daran, den Sohn nicht Hanspeter zu nennen. Dies führt häufig zu unangenehmen Verwechslungen und oft zu schmerzlichen Spötteleien in der Schule!
- Vermeiden Sie Zungenbrecher: Zischende Laute, die aufeinandertreffen oder Silbenwiederholungen (z.B. Sascha Schasse oder Franz Zanzerl) sind kaum aussprechbar.
- Sind Sie sich in der Wahl des Namens nicht einig? Eine gute Lösung kann sein, dem Kind beide «Lieblingsnamen» zu geben.
- Fremdklingende Vornamen: Ist der Familienname «typisch schweizerisch», kann es sinnvoll sein, einen zweiten oder dritten Namen hinzufügen, der dem Umfeld, in dem Sie leben, entspricht. Sie ermöglichen Ihrem Kind auf diese Weise, als Erwachsenen seinen «Rufnamen» selbst zu wählen, was für seine Identität von Bedeutung sein kann.


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