Das Stillen

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Kategorie: Stillen, Ratgeber Stillen
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<Neun Monate haben Sie das Kind in Ihrem Leib getragen und es mit Ihrem eigenen Blut ernährt. Diese innige Verbindung zwischen Mutter und Kind soll mit der Geburt, mit der Durchtrennung der Nabelschnur nicht abrupt zerrissen werden. Die Natur hat in idealer Weise dafür gesorgt, dass der enge Kontakt noch weiter bestehen bleibt, dass die Mutter ihr Kind noch weiterhin aus ihrem ei­genen Körper ernähren kann.

Dabei findet das Kind in seiner ersten Lebenszeit nicht nur die denkbar beste Nahrung, sondern auch Wohlbehagen, Wär­me, Geborgenheit, Schutz und Sicherheit am Körper seiner Mut­ter. Hier wird der Grundstein zu einer idealen Mutter-Kind Beziehung gelegt, und das Kind erwirbt ein Urvertrauen, das für die Reifung seiner Persönlichkeit so wichtig ist.

Muttermilch

Dass Muttermilch die beste und ideale Nahrung darstellt, ist eine altbekannte Tatsache. 

Schon frü­heste, jahrtausendealte Darstellungen von stillenden Müttern belegen die hohe Wert­schät­zung dieser Ernäh­rungs­­weise seit Beginn der Menschheitsge­schichte. Heute wis­sen wir selbstverständlich viel Ge­naue­res über die Zusammensetzung der Nährstoffe und vieler weiterer Wirkstoffe in der Frauen­milch, unter anderem kennen wir auch die Substanzen, die das Kind vor Infektionen, z. T. auch vor Allergien schützen.

Die Milchbildung

Die Milchdrüsen, die im hinteren Teil der weiblichen Brust liegen, produzieren diesen weissen Saft, der dann über die Milch­­gän­ge weitergeleitet wird. Durch die Wirkung eines speziellen Hor­mons (Oxytocin) wird die Milch von den Drüsensäckchen in die Milchgänge ausgepresst. Zur Ausschüttung dieses Hormons kommt es immer dann, wenn das Kind an die Brust ge­legt wird, ja schon, wenn Sie es in Ihrer Nähe fühlen, hören oder riechen. Vor der Mündung in der Brustwarze er­weitern sich diese Milchgänge zu den sogenannten Milchseen, die dann durch die Kieferbewegungen des saugenden Kindes ausge­drückt werden.

Die Milchbildung beginnt in be­scheidenem Umfang bereits ge­gen Ende der Schwangerschaft. Eine erhebliche Steigerung dieser Produktion erfolgt aber erst mit der hormonellen Umstellung nach der Geburt, d. h. mit der Ausschüttung des Hormons Prolactin. Am dritten (bis fünften) Tag schwellen die Brü­ste stark an. Der Begriff «Milch­ein­schuss» deutet an, dass jetzt die Milchproduktion fast stürmisch einsetzt.

Die sich bildende Milchmenge hängt sehr von den Ansprüchen des Kindes ab. Hungrige Kinder, die kräftig und aus­dauernd saugen, führen zur Produktion einer grös­seren Milchmenge. Auch durch häufiges Anlegen und gu­tes Leer-Trinken-Lassen wird die Milchbildung angeregt. So re­gelt die Nachfrage das Angebot!

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