Beziehung Eltern – Grosseltern

Beziehung Eltern – Grosseltern

Kategorie: Familienleben, Ratgeber Beziehungen
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Die Geburt eines Kindes definiert nicht nur die Beziehung innerhalb des Paares neu, das nun zu Eltern geworden ist, sondern auch jene zwischen den jungen Eltern und den neuen Gross-Eltern! In diesem Moment haben die Jungen definitiv ihr «Nest» verlassen, und sind «flügge» geworden, um ihrerseits das Abenteuer von Mutter und Vater sein zu erfahren! Es lohnt sich, dieser Frage nachzugehen, damit die Beziehung zwischen Eltern und Gross-Eltern zu einem harmonischen Gleichgewicht findet, in dem die Freiheit der jungen Eltern und die geteilte Erfahrung der Gross-Eltern ihren festen Platz haben. Was für ein Glück, wenn diese Harmonie herrscht - und am schönsten ist dies für... das Kind!

Um sicherzustellen, dass die Kinder voll und ganz von der Stütze der Eltern und Grosseltern pro­fitieren können, ist es wichtig, einige Regeln zu beachten. Werden sie gut verstanden und an­gewandt, sichern sie eine gu­te Beziehung zwischen beiden Parteien.

Hier einige Beispiele:

Bereits während der Schwangerschaft des ersten Kindes sollten sich die Eltern nicht scheuen, Rat und Hilfe bei den Grosseltern einzuholen. Es ist gut zu wissen, dass diese in den meis­ten Fällen glücklich sind, an der (Vor-)Freude teilzuhaben.

Die Mutter-Tochter-Beziehung, manchmal et­was verblasst, kann neu aufblühen. Vertrauliche Diskussionen, erbetene und gegebene Hilfe können ein neuer Start für eine schöne Be­ziehung sein, wenn das Kind da ist.

Die Gross­eltern sollten verfügbar sein, sich Zeit nehmen, um Fragen zu beantworten, allfällige Ängste abzubauen ohne sich hingegen in das Leben des jungen Paares einzumischen oder den Eindruck zu erwecken, dass nur die Erfahrung allein helfe, al­le Probleme zu lösen. Für uns Gross­eltern ist es manchmal schwie­rig zu warten, bis wir angerufen werden. Oft würden wir gerne telefonieren, um zu erfahren ob alles gut geht. In diesem Moment ist es wichtig, uns selbst zu fragen, wie wir da­mals unser Leben eingerichtet ha­ben, wie wir reagierten, welche Wün­­sche und Vorstellungen wir selber hatten, als wir jung waren.

Wenn das Baby da und die Mutter etwas überfordert ist: Geduldige Un­terstützung und Hilfe der Grosseltern kann da wertvoll sein und ist die Gelegenheit, erste Kontakte mit dem Kind zu knüpfen. Sicher kann das an­fangs etwas Geduld verlangen: Eine Nacht mit einem kranken Kind verbringen, das weint; die Angst, nicht zu wissen, was ihm fehlt, oder ganz einfach, die Win­deln zu wechseln, aber all das lässt sich wieder erlernen…

In der Folge ist es wunderbar, eine dauerhafte Beziehung aufzubauen. Kinder brauchen Kon­stanz und mögen es nicht, wenn sie zu sehr in ihren Gewohnheiten ge­stört werden. Wir kümmern uns deshalb an einem be­stimmten Tag um unsere Kleinen. Dieser wird allerdings oft durch die Arbeit der Mama diktiert. Was Sie liebe Eltern wissen müssen: wir Grosseltern wären sehr traurig, wenn wir von diesem aktiven Mitmachen ausgeschlossen wären. Also, scheuen Sie sich nicht, diese Hilfe zu beanspruchen.

Und lassen Sie bitte dem Gross­vater, der Grossmutter das Privileg, Ihre Kinder etwas zu ver­wöh­nen. Natürlich machen sie oft mehr für Ihre Kinder als sie für Sie getan haben. Aber das ist normal! Ausserdem ist es gut zu wissen, dass Kinder, die sich bei der Grossmutter und dem Gross­vater wohlfühlen, meist mit sich und der ganzen Familie rundum glücklich und zufrieden sind…

In schwierigen Situationen zwischen Mutter und Vater kann es von grösster Bedeutung sein, wenn die Kinder zwischenzeitlich Zuflucht bei der älteren Generation finden können. Für die Grosseltern ist in erster Linie wich­tig, zuzuhören, niemals zu kri­tisieren, weder den einen noch den anderen Elternteil, sondern – ganz im Gegenteil – aufzuzeigen, dass eine schwierige Si­tuation sich mit der Zeit ir­gend­wie wieder normalisieren wird, dass bei­de Eltern wichtig sind und sie lieben. So können alle, selbst bei einer Trennung, das gegenseitige Vertrauen behalten und sich auch wieder in Frieden treffen, z.B. an Familienanlässen.

Zusammenfassend:
Wichtigste Grundregel für die El­tern: sich nicht scheuen, Hilfe und Rat bei den Gross­eltern zu ho­len und sie zu bitten, sich ebenfalls für die Entwicklung der Kinder zu en­ga­gieren.
Und für die Grosseltern gilt es, ihre Gewohnheiten anzupassen und so disponibel wie möglich zu sein. Diese Investition lohnt sich hundertfach!

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